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Was ist ein Tennis- oder Golferellenbogen?

  • Autorenbild: Roman Klein
    Roman Klein
  • 10. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Was ist eine Epicondylitis?


Eine Epicondylitis – auch bekannt als Tennisarm (Epicondylitis lateralis) oder Golferellenbogen (Epicondylitis medialis) – ist eine schmerzhafte Reizung der Sehnenansätze am Ellenbogen.


Betroffen sind meist die Sehnen, die die Unterarmmuskulatur mit dem Ellenbogen verbinden. Diese Sehnen sind starken Zugbelastungen ausgesetzt – besonders bei einseitigen oder wiederholten Bewegungen.


Die Schmerzen entstehen durch mikroskopisch kleine Verletzungen der Sehnen, die zu Reizungen und Entzündungen führen. Oft sind selbst einfache Tätigkeiten wie das Heben einer Tasse oder das Öffnen einer Flasche kaum mehr möglich.


Ursachen, Symptome und moderne Therapie bei Epicondylitis (Tennisarm/Golferellenbogen)

Typische Symptome


  • Schmerzen am äußeren (Tennisarm) oder inneren (Golferellenbogen) Ellenbogen

  • Verstärkung bei Belastung (z. B. beim Heben, Drehen, Tragen)

  • Druckschmerz über dem betroffenen Sehnenansatz

  • Reduzierte Kraft beim Zugreifen

  • Ausstrahlung der Schmerzen in den Unterarm

  • In schweren Fällen: Schmerzen bereits in Ruhe


Wie wird die Diagnose gestellt?


Die Diagnose basiert meist auf einer gründlichen klinischen Untersuchung. Typische Schmerzpunkte, Bewegungsprovokationstests und eine genaue Anamnese geben bereits deutliche Hinweise.


Zur Absicherung und Verlaufskontrolle verwende ich in meiner Praxis den hochauflösenden Ultraschall, um Entzündungszeichen und Sehnenveränderungen präzise darzustellen. So lassen sich auch begleitende Befunde wie Schleimbeutelentzündungen oder Sehnenschäden erkennen.


Behandlung – was hilft wirklich?


Die Behandlung einer Epicondylitis ist in der Regel nicht-operativ. Ziel ist es, die Sehne zu entlasten, den Reizzustand zu beruhigen und den Heilungsprozess zu fördern.


Schritt 1: Schmerzen lindern


  • Schonung und Belastungspause

  • Kühlung und entzündungshemmende Maßnahmen


Schritt 2: Heilung fördern


  • Fokussierte Stoßwellentherapie (ESWT):

    Aktiviert die Selbstheilung und fördert die Durchblutung der betroffenen Sehne

  • Magnetfeldtherapie:

    Unterstützt die Zellregeneration und wirkt entzündungshemmend

  • Gezielte Physiotherapie:

    Mobilisiert verkürzte Strukturen, stärkt die Unterarmmuskulatur und normalisiert Bewegungsmuster


Schritt 3: Vorbeugung und Stabilisierung


  • Anleitung zu ergonomisch korrektem Arbeiten (z. B. Maus- und Tastaturnutzung)

  • Anpassung von Bewegungsabläufen beim Sport oder im Alltag

  • Kraft- und Dehnübungen zur Stabilisierung des Unterarms


Prognose


Die Prognose ist sehr gut. In über 90 % der Fälle lassen sich die Beschwerden konservativ und dauerhaft lindern, wenn frühzeitig behandelt wird.


Mit modernen Therapien – wie der Stoßwellenbehandlung und einem gezielten Aufbauprogramm – kann die volle Belastbarkeit oft innerhalb weniger Wochen bis Monate wieder erreicht werden.


Fazit


Die Epicondylitis ist eine häufige, aber gut behandelbare Sehnenansatzerkrankung. Entscheidend ist eine frühe und gezielte Therapie, die nicht nur die Beschwerden lindert, sondern auch die Ursachen angeht.


Mit moderner Diagnostik, regenerativen Verfahren und einem individuell abgestimmten Trainingskonzept lassen sich langfristige Erfolge erzielen.

 
 
 

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